
{"id":989,"date":"2026-06-17T11:35:17","date_gmt":"2026-06-17T09:35:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.labormedizin-darmstadt.de\/?page_id=989"},"modified":"2026-06-17T12:11:56","modified_gmt":"2026-06-17T10:11:56","slug":"praeanalytik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.labormedizin-darmstadt.de\/index.php\/praeanalytik\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4analytik"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pr\u00e4analytik<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Unter diesem Begriff werden alle Prozesse zusammengefasst, die vor der eigentlichen Analyse ablaufen, im Einzelnen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Patientenvorbereitung<\/li>\n\n\n\n<li>Gewinnung des Untersuchungsmaterials<\/li>\n\n\n\n<li>Aufbereitung, Aufbewahrung und Versand des Untersuchungsmaterials.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die pr\u00e4analytische Phase hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Richtigkeit des Untersuchungsergebnisses. Fehler im pr\u00e4analytischen Prozess k\u00f6nnen zu Abweichungen f\u00fchren, ohne dass dies von Seiten des Labors erkennbar sind. In besonderen F\u00e4llen kann auf Anfrage die Messunsicherheit zu einzelnen Verfahren mitgeteilt werden.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Patientenvorbereitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Referenzbereiche wurden im morgendlichen Untersuchungsmaterial ermittelt. Daher wird generell eine Abnahme des Untersuchungsmaterials in der Zeit zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte Nahrungs- und Fl\u00fcssigkeitsaufnahme sollte am Vorabend zwischen 18.00 und 19.00 Uhr erfolgt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entnahme muss im medikamentenfreien Intervall durchgef\u00fchrt werden, also vor der Morgenmedikation.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den Einfluss k\u00f6rperlicher Belastung zu vereinheitlichen, sollten alle Patienten mindestens 10 Minuten vor der Blutabnahme in Ruhestellung verbleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei bestimmten Untersuchungen sind hinausgehende Ma\u00dfnahmen erforderlich; siehe bitte Analysenverzeichnis.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Gewinnung, Aufbereitung, Aufbewahrung und Versand des Untersuchungsmaterials<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong><em>2.1 Gewinnung allgemein<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist empfehlenswert das Untersuchungsmaterial vor der Gewinnung zu beschriften. Die Probenkennzeichnung dient der eindeutigen Zuordnung einer Patientenblutprobe zum Laborauftrag. Bei Nutzung von Barcode-Etiketten ist zu beachten, dass sowohl auf das Probenr\u00f6hrchen als auch auf den Untersuchungsauftrag jeweils ein Klebeetikett mit der gleichen Nummer aufgebracht wird. Alternativ muss das Probengef\u00e4\u00df mit Vor- und Zuname sowie Geburtsdatum beschriftet werden. Zur Blutgruppenbestimmung (separates R\u00f6hrchen ohne Trenngel)&nbsp; wird neben einem Barcode die Angabe von Name, Vorname und Geburtsdatum des Patienten gefordert (H\u00e4motherapie-Richtlinie). Der anfordernde Arzt ist f\u00fcr die Identit\u00e4t der Blutprobe verantwortlich.<br>Bei Stimulations- und Suppressionstests oder Tagesprofilen sind&nbsp; Angaben zur Probenidentifikation (Uhrzeit, Reihenfolge der Entnahme) notwendig. Ebenso ist darauf zu achten, dass f\u00fcr bestimmte Untersuchungen ein separates Probengef\u00e4\u00df erforderlich ist (z.B. Blutgruppenbestimmung, Viruslastbestimmung). Bei Entnahme von anderen K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten, z.B. Punktaten, sowie mikrobiologischen Abstrichen, bitte immer Angabe des Entnahmeortes.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>2.1.1 Gewinnung von Blutproben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Venenblutentnahme <\/em><\/strong><strong><em>unter <\/em><\/strong><strong><em>Standardbedingungen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Blutentnahme sollte zwischen 7 und 9 Uhr nach einer N\u00fcchternperiode von 12 Stunden bei Raumtemperatur erfolgen.<\/li>\n\n\n\n<li>Nach einer Ruhezeit (sitzend oder liegend) von mindestens 10 Minuten kann dem Patienten Blut aus einer gut gef\u00fcllten Vene nach vorheriger Desinfektion entnommen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Es sollte keine Entnahme aus liegenden ven\u00f6sen oder arteriellen Zug\u00e4ngen erfolgen. Falls dies nicht m\u00f6glich ist, sollte mindestens das 10fache des Totvolumens des Katheters vorab entnommen und verworfen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Staubinde wird handbreit oberhalb der vorgesehenen Einstichstelle angelegt (bei Entnahme am Arm).<\/li>\n\n\n\n<li>Zum Einstechen der Kan\u00fcle max. 1 Minute stauen, der Einstich muss streng intraven\u00f6s erfolgen. Die Haut wird gegen die Stichrichtung gespannt und die Schliffseite der Kan\u00fcle nach oben gerichtet.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Stauung kann gel\u00f6st werden, sobald Blut in die R\u00f6hrchen l\u00e4uft.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Punktionsstelle nach Entfernen der Kan\u00fcle ausreichend lange (ca. 5 Minuten) mit einem Tupfer unter ausreichendem Druck verschlie\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong><em>Die Reihenfolge der Blutentnahme sollte wie folgt sein:<\/em><\/strong><br><br>1. Blutkulturen<br>2. Nativblut (Serum, Vollblut)<br>3. Citratblut (Gerinnung)<br>4. EDTA- \/ Heparinblut<br>5. Fluoridblut&nbsp; (NaF-Blut)<br><\/p>\n\n\n\n<p>Sinn der Reihenfolge ist, einen st\u00f6renden Einflu\u00df durch das vorhergehende R\u00f6hrchen zu vermeiden.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Entnahmesysteme und Probenhandling<\/strong><br><br><strong><em>3.1 Entnahmesysteme \u2013 Farbkodierung:<\/em><\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Probenmaterial<\/strong><\/td><td><strong>Vacutainer\u00ae&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/td><td><strong>Sarstedt<\/strong><strong> <\/strong><strong>Monovette\u00ae<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Vollblut<\/td><td>rot (braun)<\/td><td>wei\u00df<\/td><\/tr><tr><td>Serum mit Trennhilfe\/Gelmonovette<\/td><td>goldgelb<\/td><td>braun<\/td><\/tr><tr><td>EDTA-Blut<\/td><td>violett<\/td><td>rot<\/td><\/tr><tr><td>Citrat-Blut [1+9, Gerinnung]<\/td><td>hellblau<\/td><td>gr\u00fcn<\/td><\/tr><tr><td>Heparin-Blut Na-\/NH4<\/td><td>gr\u00fcn<\/td><td>blau<\/td><\/tr><tr><td>Lithium-Heparin-Blut<\/td><td>orange<\/td><td>orange<\/td><\/tr><tr><td>Fluorid [NaF]<\/td><td>grau<\/td><td>gelb<\/td><\/tr><tr><td>Urinmonovette<\/td><td>&#8211;<\/td><td>gelb<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><strong><em>3.2 Umgang mit Probenmaterial<\/em><\/strong><em><br><\/em><br><br><strong>Serum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Blut entnehmen, mindestens 20 Min. (h\u00f6chstens 1 Std.) in senkrechter Stellung gerinnen lassen, wenn m\u00f6glich und erforderlich, zentrifugieren (ca.10 min. bei 2500 x g = ca. 3000 U\/min.), \u00dcberstand (Serum) abheben und in unsere Probenr\u00f6hrchen \u00fcberf\u00fchren.<br>Die Zenrifugation von Serum-Gel-Monovetten f\u00fchrt zu einer dauerhaften Trennung von Blutkuchen und Serum, hier ist ein Abpipettieren vor Versand nicht erforderlich.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Vollblut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Bestimmung von Blutgruppen wird auch der Blutkuchen ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bitte SARSTEDT-Monovette mit durchsichtiger bzw. wei\u00dfer Kappe oder BD-Vacutainer ohne Trenngel (roter Stopfen) benutzen. Mindestens 20 Minuten durchgerinnen lassen. Das R\u00f6hrchen bitte dabei aufrecht stellen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Plasma (EDTA-Plasma\/Heparinplasma)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Blutentnahme in entsprechenden R\u00f6hrchen (EDTA\/Heparin) abnehmen, durchmischen, sofort zentrifugieren (ca. 10 min. bei 2500 x g = ca. 3000 U\/min.), \u00dcberstand (Plasma) abheben, in unsere Probenr\u00f6hrchen (ohne Zusatz) \u00fcberf\u00fchren, verschlie\u00dfen und entsprechend der Vorschrift des jeweiligen Testparameters lagern und als Heparin- bzw. EDTA-Plasma kennzeichnen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>EDTA-Blut\/Punktat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Blutbilder sowie molekulargenetische Untersuchungen ben\u00f6tigen wir EDTA-Vollblut. F\u00fcr Zelldifferenzierungen aus Punktaten, Punktat bitte in EDTA &#8211; R\u00f6hrchen \u00fcberf\u00fchren.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Citratblut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Gerinnungsananlysen m\u00f6glichst frisch. Bei Raumtemperatur lagern und sp\u00e4testens 4 &#8211; 6 Stunden nach Blutentnahme durch unseren Fahrdienst&nbsp; abholen lassen oder als Citratplasma (siehe unten) einsenden.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Citratplasma<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Gerinnungsanalysen m\u00f6glichst unmittelbar, sp\u00e4testens aber 1 Stunde nach Entnahme, das Citratblut (10 min. bei 2500 x g = ca. 3000 U\/min.) zentrifugieren. Das \u00fcberstehende Plasma wird in ein Kunststoffr\u00f6hrchen \u00fcberf\u00fchrt und verschlossen bei -18\u00b0 C bis \u2013 20\u00b0 aufbewahrt. Bitte als Citrat-Plasma kennzeichnen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Na-Fluorid-Blut (NaF-Blut)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Bestimmung der Blutglucose empfehlen wir die Verwendung von Na-Fluorid-R\u00f6hrchen, um falsch-niedrige Werte zu vermeiden. Diesen ist neben einem Antikoagulanz auch ein Glykolysehemmer zugesetzt. So wird der In-vitro-Abbau von Glukose, der in Serum ca. 90% in 24 Stunden betr\u00e4gt, sowie von Laktat vermieden. Alternativ kann frisch gewonnenes Serum verwendet werden. Muss das Unter-suchungsmaterial l\u00e4nger als 24h gelagert werden, ist eine sofortige Zentrifugation (siehe bitte EDTA-Plasma) und das Einsenden von NaF-Plasma erforderlich. Bitte als NaF-Plasma kennzeichnen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Malondialdehyd (MDA)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Spezielles MDA-R\u00f6hrchen anfordern oder frisch entnommenes EDTA-Blut einsenden.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>24 Std. Sammelurin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beh\u00e4lter f\u00fcr die Urinsammlung k\u00f6nnen \u00fcber das Labor bestellt werden.<br>Eine Vielzahl von Untersuchungen im Urin beziehen das Ergebnis auf die Tagesausscheidung, so dass die Angabe der Sammelmenge unbedingt erforderlich ist. Der Patient sollte genau informiert sein, um Fehler beim Sammeln zu vermeiden.<br>Die Sammelperiode beginnt um 7 Uhr morgens. Nachdem der erste Morgenurin verworfen wurde, erfolgt die komplette Sammlung aller Urinportionen bis zum n\u00e4chsten Morgen um 7 Uhr inklusive des Morgenurins. Die Gesamturinmenge sorgf\u00e4ltig durchmischen, die ben\u00f6tigte Teilurinmenge in Urinmonovette (gelber Deckel) abf\u00fcllen und entsprechend lagern. Eine Anleitung befindet sich auch als Aufdruck an den Sammelbeh\u00e4ltern.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Untersuchungsparameter ben\u00f6tigen keinen Zusatz von S\u00e4ure:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aldosteron, Cortisol<\/li>\n\n\n\n<li>Albumin, Eiwei\u00df<\/li>\n\n\n\n<li>Elektrolyte<\/li>\n\n\n\n<li>Harns\u00e4ure (Urat)<\/li>\n\n\n\n<li>Osmolalit\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>Porphyrine (lichtgesch\u00fctzt)<\/li>\n\n\n\n<li>Spurenelemente<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br>F\u00fcr folgende Untersuchungsparameter Urin bitte mit S\u00e4ure-Zusatz:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin)<\/li>\n\n\n\n<li>Dopamin<\/li>\n\n\n\n<li>Metanephrin, Normetanephrin<\/li>\n\n\n\n<li>Vanillinmandels\u00e4ure, Homovanillinmandels\u00e4ure<\/li>\n\n\n\n<li>5-HIES<\/li>\n\n\n\n<li>Selen<\/li>\n\n\n\n<li>Thyrosin<\/li>\n\n\n\n<li>Serotonin<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aufbewahrung und Versand<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Einige Analysen erfordern ein Tiefgefrieren des Untersuchungsmaterials. Die Parameter sind in der Analysen\u00fcbersicht entsprechend vermerkt. Darauf kann verzichtet werden, wenn das Untersuchungsmaterial direkt vor Abholung des Fahrdienstes gewonnen wird.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Serum, Vollblut bitte gek\u00fchlt bei + 4 \u00b0C bis + 8 \u00b0C aufbewahren<\/li>\n\n\n\n<li>EDTA-R\u00f6hrchen, NaF-Blut\/Plasma bei Raumtemperatur lagern (max. 18 bis 24 h)<\/li>\n\n\n\n<li>Tiefgefrorenes Material (Plasma, gefrorenes Serum) muss dem Fahrdienst gesondert \u00fcbergeben werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Anforderungsschein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Ihre Anforderungen stellt Ihnen unser Labor die entsprechenden Laborauftr\u00e4ge zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anforderungsschein soll folgende Angaben enthalten:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Name, Vorname, Geburtsdatum und Geschlecht des Patienten<\/li>\n\n\n\n<li>Adresse des Patienten bzw. Kostentr\u00e4ger<\/li>\n\n\n\n<li>Angaben zum einsendenden Arzt \/ Praxisstempel<\/li>\n\n\n\n<li>Art des Untersuchungsmaterials<\/li>\n\n\n\n<li>Abnahmedatum und Entnahmezeitpunkt, Reihenfolge der Entnahme<\/li>\n\n\n\n<li>Verdachtsdiagnose ggf. Klinische Angaben zur Anamnese, Medikation<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Spezielle Probenmaterialien<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>5-Hydroxyindolessigs\u00e4ure <\/strong><strong>(HIES)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die 24-Stunden Harnsammlung erfolgt unter Zusatz von 10 ml Salzs\u00e4ure. Zwei bis drei Tage vor und w\u00e4hrend der Harnsammlung sind serotoninhaltige Lebensmittel zu vermeiden. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<p>Avocados, Auberginen, Bananen, Beerenfr\u00fcchte, Tomaten, Schokolade, N\u00fcsse, Zwetschgen, Kaffee, Tee, alkoholische Getr\u00e4nke und Nikotin.<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche Medikamente k\u00f6nnen das Testergebnis beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Falsch erh\u00f6hte Werte: Paracetamol, Reserpin, Fluorouracil, Amphetamine, Guaifenesin, Mephenesin<\/p>\n\n\n\n<p>Falsch erniedrigte Werte: Acetylsalicyls\u00e4ure, Levodopa, Phenothiazin, Isoniazid, MAO-Hemmer sowie Medikamente mit \u00e4hnlichem Wirkmechanismus.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Ammoniak<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2 ml EDTA-Plasma, nach der Entnahme sofort (sp\u00e4testens nach 15 min.) zentrifugieren und gek\u00fchlt oder gefroren versenden. Bitte vorher telefonisch anmelden, damit der Laborkurier eine K\u00fchlbox bereith\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Molekularbiologische Untersuchungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr molekularbiologische Untersuchungen (z.B. Faktor V-Leiden, Viruslast) m\u00fcssen separate, original verschlossene Blutentnahmegef\u00e4\u00dfe eingesandt werden (Vermeidung von Kontaminationen). Wir ben\u00f6tigen f\u00fcr diese Untersuchungen EDTA-Vollblut, wegen m\u00f6glicher Hemmung der PCR kein Heparinblut einsenden. Die Bestimmung der Viruslast von HIV, HCV und HBV erfolgt aus EDTA-Vollblut.<\/p>\n\n\n\n<p>Bitte pro Bestimmung ein separates EDTA-R\u00f6hrchen einsenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Humangenetische Untersuchungen, z.B. Laktoseintoleranz, Faktor V-Leiden, MTHFR-Mutation werden aus EDTA-Vollblut durchgef\u00fchrt. F\u00fcr humangenetische Unter-suchungen ben\u00f6tigen wir nach dem Gendiagnostikgesetz die Einwilligungserkl\u00e4rung des Patienten, ansonsten kann die Untersuchung nicht durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Vordruck finden Sie im <a href=\"https:\/\/www.labormedizin-darmstadt.de\/index.php\/leistungsverzeichnis\/\" data-type=\"page\" data-id=\"117\">Leistungsverzeichnis<\/a> (www.labormedizin-darmstadt.de) unter \u201eG\u201c bzw. erhalten diesen durch Anforderung per Bestellkarte oder telefonisch.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Ejakulat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bitte vorherige R\u00fccksprache mit dem Labor<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Patientenbezogene Einflussgr\u00f6\u00dfen\/St\u00f6rfaktoren<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Geschlecht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die aussagekr\u00e4ftige Interpretation zahlreicher Laborparameter ist die Kenntnis des Geschlechts des Patienten Voraussetzung. Wir bitten daher um Markierung des entsprechenden Feldes auf dem \u00dcberweisungsschein. Geschlechtsspezifische Unterschiede finden sich bei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hormonen ( z. B. unterschiedliche Konzentration von \u00d6stradiol, Testosteron)<\/li>\n\n\n\n<li>den Referenzbereichen von Leberenzymen, Kreatinin, Eisen, Ferritin, BSG, Kreatinkinase<\/li>\n\n\n\n<li>Erythrozyten- und H\u00e4moglobinkonzentration (bei M\u00e4nnern h\u00f6her als bei Frauen)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Lebensalter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>erh\u00f6hte H\u00e4moglobin- und Bilirubinkonzentration bei Neugeborenen<\/li>\n\n\n\n<li>erh\u00f6hte alkalische Phosphatase in der Wachstumsphase<\/li>\n\n\n\n<li>zu Beginn der Pubert\u00e4t erreicht die Konzentration der meisten Messgr\u00f6\u00dfen Erwachsenenwerte<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Zirkadine und saisonale Schwankungen, Biorhythmik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Hormone weisen tagesabh\u00e4ngige Konzentrationsschwankungen auf, die Abweichungen zwischen Tagesmaximum und -minimum k\u00f6nnen bis zu 200% betragen. Dies ist z.B. der Fall bei Cortisol, das Maximum liegt in den fr\u00fchen Morgenstunden, das Minimum um Mitternacht. Daher empfiehlt sich bei diesem Parameter die Bestimmung im Sammelurin oder als Tagesprofil, ein einzelner Wert hat begrenzte Aussagekraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Parameter mit ausgepr\u00e4gter Tagesrhythmik (Maximum in Klammern):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ACTH (morgens)<\/li>\n\n\n\n<li>Katecholamine (morgens)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr saisonale Schwankungen ist Vitamin D mit Maximalwerten im Sommer (UV-abh\u00e4ngig).<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche Hormone zur Fertilit\u00e4tsdiagnostik, unterliegen einer Biorhythmik im Rahmen des Menstruationszyklus.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Ern\u00e4hrung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bei Nahrungskarenz ver\u00e4ndert sich die Konzentration von Proteinen, Fetten und Harnstoff (erniedrigt), Kreatinin und Harns\u00e4ure steigen an<\/li>\n\n\n\n<li>Vegetarische Kost f\u00fchrt zur Abnahme von Kreatinin und Vitamin B12<\/li>\n\n\n\n<li>Eiwei\u00dfreiche Di\u00e4ten f\u00fchren zu einem Anstieg von Proteinen, GPT und Ammoniak<\/li>\n\n\n\n<li>fett-und kohlenhydratreiche Kost f\u00fchrt zum Anstieg von Triglyceriden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Rauchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Chronischer Nikotinabusus f\u00fchrt zu einer Erh\u00f6hung von: CEA, Leukozyten, Adrenalin, Cortisol, Lipoproteinen und Spurenelementen<\/li>\n\n\n\n<li>Vermindert sind die Konzentrationen von ACE, Prolaktin, Vitamin C<\/li>\n\n\n\n<li>Nach direktem Zigarettenkonsum ist das CO-Hb und die Glukosekonzentration erh\u00f6ht<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Alkohol<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>chronischer Alkoholabusus f\u00fchrt zu einer Erh\u00f6hung folgender Blutwerte: \u03b3-GT, GPT, GOT, MCV, CDT, Adrenalin, Cortisol<\/li>\n\n\n\n<li>2-3 Stunden nach Alkoholkonsum ist Laktat erh\u00f6ht und Glucose vermindert <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pr\u00e4analytik f\u00fcr die Mikrobiologie<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><br><strong>Materialentnahme und Probentransport<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Diagnose bakterieller Infektionen geh\u00f6rt zu den h\u00e4ufigsten Anforderungen eines mikrobiologischen Labors. Die Zahl der nachgewiesenen Erreger und die fort-schreitende Resistenzentwicklung haben in gro\u00dfem Ma\u00df zugenommen. F\u00fcr eine sinnvolle mikrobiologische, mykologische und parasitologische Diagnostik bitten wir um folgende Angaben:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Art des Materials, genaue Lokalisation erleichtern durch Einengung der Fragestellung die Diagnostik<\/li>\n\n\n\n<li>Entnahmedatum<\/li>\n\n\n\n<li>Konkreter Auftrag \/ Anforderung<\/li>\n\n\n\n<li>Symptombeschreibung und ggf. Antibiotika-Therapie<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br>Mikrobiologische Infektionsdiagnostik ist h\u00e4ufig eine logistische Aufgabe. Wir bieten Transportmedien f\u00fcr das Untersuchungsmaterial an. Der eigene Abholdienst sichert den schnellen Transport in das Labor. Generell sollte die Materialabnahme vor einer Antibiotikagabe erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Materialien stellen wir Ihnen zur Verf\u00fcgung<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Abstrichtupfer (starr) mit Transportmedium<\/li>\n\n\n\n<li>Abstrichtupfer (flexibler Aluminiumdraht) mit Transportmedium f\u00fcr Naso-Pharynx-, &nbsp;&nbsp;&nbsp; Harnr\u00f6hrenabstriche<\/li>\n\n\n\n<li>Sputumgef\u00e4\u00dfe<\/li>\n\n\n\n<li>Abstrichtupfer f\u00fcr PCR-Untersuchungen<\/li>\n\n\n\n<li>Blutkulturflaschen f\u00fcr Blut, Liquor und spezielle Punktate<\/li>\n\n\n\n<li>Portagerm f\u00fcr Transport von Gewebematerialien<\/li>\n\n\n\n<li>Eintauchn\u00e4hrb\u00f6den f\u00fcr Urin<\/li>\n\n\n\n<li>Gef\u00e4\u00dfe f\u00fcr Nativurin, Ejakulat<\/li>\n\n\n\n<li>Stuhlgef\u00e4\u00dfe mit Probenl\u00f6ffel f\u00fcr bakteriologische, virologische, mykologische und &nbsp;&nbsp;&nbsp; parasitologische Fragestellungen<\/li>\n\n\n\n<li>Sporenstreifen zu Sterilisationspr\u00fcfung von Autoklaven und Kleinsterilisatoren<\/li>\n\n\n\n<li>Versandt\u00fcten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><br><strong>Gewinnung von Untersuchungsmaterial<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Blutkulturen<\/strong><br><br>Der g\u00fcnstigste Zeitpunkt zur Blutabnahme f\u00fcr den Nachweis von bakteriellen Infektionen ist der Fieberanstieg. Die Blutentnahme (20 ml) erfolgt durch Venenpunktion nach gr\u00fcndlicher Hautdesinfektion (Einwirkzeit 1-2 Minuten). Die Kan\u00fcle sollte unbedingt gewechselt werden und 10 ml in aerobe\/anaerobe Flasche gegeben werden. Die Flaschen d\u00fcrfen <strong>nicht bel\u00fcftet<\/strong> werden. Evtl.1-3 mal im zeitlichen Abstand wiederholen. Unter Antibiotika-Therapie sollte die Blutentnahme unmittelbar vor der n\u00e4chsten Antibiotikagabe erfolgen. Aus Kathetern kann Blut f\u00fcr Blutkulturen nur dann entnommen werden, wenn ein Nachweis einer Katheterinfektion gew\u00fcnscht wird. Blutkulturen bei Raumtemperatur bis zum Transport in das Labor aufbewahren. Aufbewahrungszeit darf 16 Std. nicht \u00fcberschreiten!<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Serum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Anzahl der gew\u00fcnschten Untersuchungen 5-10 ml Venenblut ohne Zusatz in steriles Serumr\u00f6hrchen aufnehmen. Je serologischem Parameter (z.B. HbsAg, Toxoplasmose-AK etc.) 0,5 \u2013 1 ml Serum. Bei l\u00e4ngerem Versand abzentrifugiertes Serum verschicken. Bei -20 \u00b0C k\u00f6nnen Serumproben \u00fcber lange Zeit aufbewahrt werden.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>EDTA-Blut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen mikroskopischen Malaria-Nachweis, f\u00fcr einen HIV oder Hepatitis-Nachweis mittels PCR ist ein separates R\u00f6hrchen EDTA-Blut einzusenden.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Liquor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entnahme bitte unter streng aseptischen Bedingungen organisieren. Der Transport sollte entweder in sterilem R\u00f6hrchen oder bei l\u00e4ngerer Transportdauer auch in Blutkulturflaschen erfolgen. Liquor nativ und Liquor in Blutkulturflaschen bei Raumtemperatur bis zum Transport in das&nbsp; Labor aufbewahren.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Punktate<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach sorgf\u00e4ltiger Hautdesinfektion Punktion des Eiterherdes und Aspiration in sterile Spritze. Zum Transport Aspirat entweder in der Spritze belassen und den Konus verschlie\u00dfen oder in sterile Transportr\u00f6hrchen oder ggf. in Blutkulturflasche \u00fcberf\u00fchren. Punktate nativ und Punktate in Blutkulturflaschen bei Raumtemperatur bis zum Transport in das Labor aufbewahren.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine Zelldifferenzierungen bitte einen Teil in ein EDTA-R\u00f6hrchen \u00fcberf\u00fchren.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Biopsien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Steril gewonnene Gewebeproben in Portagerm-Tubes oder in sterilen R\u00f6hrchen mit 0,9%igem NaCl versenden. F\u00fcr die Kultur von Helicobacter bitte spezielles HP-Portagerm-Gef\u00e4\u00df verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Lagerung: 4 \u00b0C.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Wundabstrich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wundsekret aus dem Bereich der st\u00e4rksten Sekretion entnehmen. Falls wenig Sekret, evtl. Gewebeexzision vom Wundrand.<\/p>\n\n\n\n<p>Lagerung: max. 12 h bei Raumtemperatur.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Abstriche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei trockenen Oberfl\u00e4chen Tupfer mit NaCl- oder N\u00e4hrl\u00f6sung befeuchten. Tupfer in Transportmedium versenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Lagerung: max. 12 h bei Raumtemperatur<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Sputum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am besten &#8222;Morgensputum&#8220; gewinnen, d.h. Material, das sich \u00fcber Nacht in den tiefen Atemwegen angesammelt hat. Wichtig ist die Patientenanleitung: morgens, nach gr\u00fcndlicher Mundsp\u00fclung mit Wasser, Sputum aus der Tiefe abhusten. Expektoration evtl. durch Inhalation hypertoner Salzl\u00f6sungen induzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Lagerung: max. 4 h bei Raumtemperatur oder 12 h bei 4\u00b0C<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Trachealsekret<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In steriles R\u00f6hrchen absaugen. Bei z\u00e4hem Trachealsekret mit 5-10 ml physiol. NaCl-L\u00f6sung sp\u00fclen. CAVE: Kontamination mit Lokalan\u00e4sthetika vermeiden, sie wirken bakterizid!<\/p>\n\n\n\n<p>Lagerung: max. 4 h bei Raumtemperatur oder 12 h&nbsp; bei 4\u00b0C<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Bronchoskopie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Flexibles Bronchoskop m\u00f6glichst mit Doppelteleskop-B\u00fcrstenkatheter verwenden (vermindert Risiko der Kontamination).<\/p>\n\n\n\n<p>Lagerung: max. 4 h bei Raumtemperatur oder 12 h bei 4\u00b0C<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Urin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erststrahlurin: f\u00fcr <\/strong><strong>die <\/strong><strong>Untersuchung <\/strong><strong>von <\/strong><strong>Chlamydien <\/strong><strong>mittels <\/strong><strong>DNA-Nachweis <\/strong><strong>oder <\/strong><strong>Trichomonaden <\/strong><strong>(da <\/strong><strong>hier <\/strong><strong>hoher <\/strong><strong>Zellanteil).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>F\u00fcr Kulturverfahren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mittelstrahlurin:&nbsp;nach gr\u00fcndlicher Reinigung des Genitales erste Urinprobe verwerfen, mittlere Harnportion (5-10 ml) in sterilem Gef\u00e4\u00df auffangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Katheterurin: bei Dauerkatheter (geschlossenes System) Urin-Entnahme durch Punktion des Katheters mit steriler Monovette (Einmalhandschuhe, Desinfektion der Punktionsstelle!). Den Urin bitte nicht aus dem Sammelbeutel entnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Suprapubische Blasenpunktion: nach sorgf\u00e4ltiger Hautdesinfektion Punktion der gef\u00fcllten Blase und Aspiration von Urin.<\/p>\n\n\n\n<p>Lagerung: max. 12 h bei 4 \u00b0C<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Aufbewahrung \u00fcber 12h Eintauchn\u00e4hrb\u00f6den verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eintauchn\u00e4hrboden:Mittelstrahlurin in einem sterilen Gef\u00e4\u00df sammeln und das Eintauchmedium vollst\u00e4ndig mit Urin benetzen. Anschlie\u00dfen das Tauchmedium abtropfen lassen und fest verschlossen in das Labor senden.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Stuhl<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 1\/3 bis H\u00e4lfte des Stuhlr\u00f6hrchens mit fl\u00fcssigem oder festem Stuhl f\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Nachweis von Am\u00f6ben, Lamblien ist heutzutage kein k\u00f6rperwarmer Stuhl n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei folgenden Untersuchungsmaterialien, die speziellen Untersuchungen zus\u00e4tzlich anfordern. Bis zum Transport ins Labor ist das Untersuchungsmaterial k\u00fchl zu lagern.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Klebestreifenabklatsch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei einigen Helminthen findet die Eierablage im Analring des Afters statt. Zur Diagnostik wird vor der Morgentoilette ein durchsichtiger Klebestreifen mehrfach perianal aufgeklebt. Evtl. anhaftende Eier werden mit dem Klebestreifen dann auf einen Objekttr\u00e4ger geklebt und in das Labor geschickt.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Material f\u00fcr Molekularbiologie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pertussis-, Chlamydia trachomatis-, Gonokokken- , HPV- und MRSA-PCR: trockene Tupfer benutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die kulturelle Untersuchung auf Pertussis, Gonokokken, MRSA: Abstrichbesteck mit Medium!<strong><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr\u00e4analytik Unter diesem Begriff werden alle Prozesse zusammengefasst, die vor der eigentlichen Analyse ablaufen, im Einzelnen: Die pr\u00e4analytische Phase hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Richtigkeit des Untersuchungsergebnisses. Fehler im pr\u00e4analytischen Prozess k\u00f6nnen zu Abweichungen f\u00fchren, ohne dass dies von Seiten des Labors erkennbar sind. 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